Der Frühling erwacht, und mit ihm wird auch die asiatischen Hornisse (Vespa velutina) aktiv. In diesem Jahr zeigt sich: Die invasive Art ist früher unterwegs als ihre europäische Verwandtschaft und stellt eine zunehmende Bedrohung für heimische Insekten – insbesondere für Honigbienen – dar. Während die ersten Königinnen nach der Winterruhe ausfliegen, um neue Nester zu gründen, wird klar: Die Zeit zum Handeln ist jetzt!
Die asiatische Hornisse:
Eine Gefahr für Bienen und Imkerei
Die asiatische Hornisse ist eine geschickte Jägerin, die gezielt Bienen an ihren Fluglöchern auflauert. Sie fängt sie im Flug, trägt sie zum Nest und füttert damit ihre Larven. Für Imker:innen bedeutet das nicht nur einen direkten Verlust an Bienen, sondern auch eine Schwächung der Völker, die ohnehin mit Klimawandel, Pestiziden und Parasiten kämpfen. Besonders problematisch: Ein einziges Hornissennest kann bis zu 10.000 Individuen beherbergen und täglich bis zu 50 Bienen erbeuten.
In einigen Regionen breitet sich die Vespa velutina seit 2023 rasant aus, auch in Rheinland-Pfalz. Die Hornisse ist nicht wählerisch – sie jagt fast alle heimischen Insekten, doch Bienen sind ein bevorzugtes Ziel. Für die Imkerei könnte das langfristig zu Ertragsverlusten und einer Veränderung der Bestäubungsdynamik führen.
Was jetzt zu tun ist:
Prävention und Erkennung
Die asiatische Hornisse ist in Deutschland noch nicht flächendeckend verbreitet, aber ihre Ausbreitung schreitet voran. Jetzt – im März und April – ist die Zeit, in der die Königinnen mit dem Bau ihrer Nester beginnen.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, können folgende Schritte helfen:
Nester frühzeitig erkennen und melden:
Die ersten Nester werden oft in Gärten, an Gebäuden oder in Baumkronen gebaut. Auffällig sind große, papierartige Strukturen, die an graue Wespennester erinnern. Wichtig: Nicht selbst entfernen! Fachleute raten dringend davon ab, da dies die Hornissen aggressiv machen und die Gefahr von Stichen erhöhen kann.
Bienenstöcke schützen:
Flugloch verkleinern oder spezielle Gitter können helfen, den Zugang für Hornissen zu erschweren.
Regelmäßige Kontrollen:
Beobachtet die Flugaktivität vor den Bienenstöcken. Auffällige Häufungen von Hornissen können auf ein Nest in der Nähe hindeuten.
Aufklärung und Meldung:
Informiert euch sich über das Aussehen der asiatischen Hornisse – sie ist kleiner als die europäische Hornisse, hat eine dunkle Grundfärbung mit einem gelben Band am Hinterleib und gelben Beinen. Meldet Sichtungen an Naturschutzbehörden oder über Plattformen wie das Meldeportal der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz → .
Eine Übersicht der Meldestellen findet ihr hier →.
Wohin bei einem Nestfund?
Erste Schritte und Ansprechpartner
Wird ein Nest entdeckt, ist Ruhe bewahren der erste Grundsatz. Die asiatischen Hornissen sind weniger aggressiv als oft befürchtet, aber bei Störungen können sie sich verteidigen. Folgende Schritte sind ratsam:
Nicht selbst eingreifen:
Die Entfernung von Nestern sollte ausschließlich von Fachleuten durchgeführt werden, da dies sonst zu gefährlichen Situationen führen kann.
Meldung an die zuständige Behörde:
In Deutschland sind die unteren Naturschutzbehörden der Landkreise oder die Nationalen Referenzzentren für invasive Arten die richtigen Ansprechpartner.
Absperren des Bereichs:
Haltet Abstand zum Nest (mindestens fünf Meter) und warnt andere Personen.
Ein Appell an alle:
Gemeinschaftlicher Schutz unserer Bienen
Die asiatische Hornisse ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Während die Art in einigen Regionen Deutschlands bereits Fuß gefasst hat, gibt es in anderen noch die Chance, ihre Ausbreitung zu verlangsamen. Jede Meldung zählt – ob von Imker:innen, Spaziergänger:innen oder Gartenbesitzer:innen.
Nutzt die kommenden Wochen, um euch zu informieren, eure Bienenstöcke zu sichern und im Zweifel schnell zu handeln. Denn eines ist sicher: Die asiatische Hornisse wird nicht von allein verschwinden. Doch mit wachsamer Aufmerksamkeit und gezielten Maßnahmen können wir dazu beitragen, dass unsere Ökosysteme widerstandsfähig bleiben. |Text: KI-generiert mit Ecosia; überarbeitet: erf
Foto (Le Chat Mistral AI): Asiatische Hornisse – Vespa velutina